

Er ist still, bescheiden und immer
defensiv: Günter Traub aus Schweinfurt.
Eisschnelllauf-Legende und jetzt Fitness- und Personality-Coach in St. Moritz. Ich kann verstehen, dass die Großen der
Welt, u. a. König Juan Carlos von Spanien, nur ihm vertrauen, wenn sie das Gefühl haben, etwas für ihren Körper
und Geist tun zu müssen. Günter ist eine Seele von Mensch, ein sportlicher Profi und so verständnisvoll wie die eigene
Mutter. Ich schätze mich glücklich, sein Freund zu sein. Sie erreichen ihn unter 004182/21141
Christoph Treutwein ist ein so
unbezähm- bares Original, dass er einem Onager sehr ähnlich kommt. Christoph schreibt (Bücher, TV-Serien, Artikel),
aber das, was er am Besten kann, tut er nur für sich und seine Freunde, und auch das immer seltener: Cartoons zeichnen.
Zum Brüllen komisch, immer etwas schweinisch, stilistisch unver- wechselbar – und es sind Blätter, die man sich rahmt
und über den Schreibtisch oder das Bett hängt.
Ich war oft im Dschungel mit ihm, mehr als
einmal sind wir beinahe verreckt auf unseren Trips durch den brasilinischen Regenwald, dann verlor ich ihn aus den
Augen und in diesem Jahr erstand er auf: Daniel Charles Ross aus Washington, der Pressechef der US-Navy.
Ein Engel in Uniform, mit dem ich jetzt ein Buch schreiben werde über Geländewagen-Touren in der Wildnis. Wir nennen
es "Blood, Sweat and Gears" ...
Er hat den Schauspieler Walter Sedlmayr ermordet und
sitzt lebenslang in Schwalm- stadt: der Münchner Wolfgang Werlé. Eine treue Seele, der sich jedes Jahr zu
Weihnach- ten meldet mit einem Brief, der voll ist von seinen Zeichnungen, edlen Gedanken zum Fest und lieben Grüßen.
Stünde eine Begna- digung an, dann würde ich den Finger heben und sagen: Nach dem, was ich da im Advent von ihm bekomme,
denke ich, er ist geläutert und hat genug gebüßt. Denn es ist schwierig, sich so viele Jahre lang zu verstellen ...
Ich mag N’Xi, den alten Buschmann. Immer wenn ich in den Busch gehe, versuche ich, mit
ihm in Kontakt zu kommen, damit er mich begleitet. Er weiß alles über Afrika. Sieht er die Kringelspur einer Python im
Sand, kann er sogar sagen, wie schnell sie kroch, was sie zum Frühstück hatte, und ob sie geil war. Er lebt in
Gaborone und kümmert sich dort um die Belange seiner botswanischen Stammesgefährten, aber man trifft ihn auch in Maun,
in Ghanzi und oben im Chobe. Es ist also nicht leicht, diesen Nomaden zu erwischen. Aber ein Vergnügen, mit ihm durch
Afrika zu streifen.
Es gibt noch so einen Engel, aber ganz woanders: in Triest. Er heißt
Roberto Ive, ist eigentlich Fotograf, aber für mich ist er der Freund, mit dem ich in die Tiefen der Erde
gestiegen bin. Roberto, der Prachtmann, dem die Frauen auf der Straße hinterher pfeifen, ist ein Höhlenprofi und mit
ihm habe ich ganze Wochen in ewiger Nacht verbracht, nur beleuchtet vom Karbid in unseren Helmen. Er hat mir
beigebracht, dass man in seinem Leben wenigstens einmal eine Stille erlebt haben muss, in der man den eigenen
Herzschlag hört wie das Klopfen gegen eine schwere Palasttür. Und das kann man nur in Höhlen, die noch nicht
erschlossen sind, die man sich Schritt für Schritt ertasten muss – den Tod vor Augen in der Finsternis.